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Sieben Fragen an Kathrin Leuenberger und Sibylle Heiniger

Der Außenseiter ändert die Welt

1. Stanislas ist ein Mensch in Riesengestalt, Arthur eine Ameise, die nicht arbeiten will. Warum machen Außenseiter im Theater meist die bessere Figur?

Kathrin Leuenberger (KL)/Sibylle Heiniger (SH): Sie sind ganz klar die interessanteren Figuren. Sie machen eine Entwicklung durch, die meistens zu einer positiven Veränderung führt. Das macht den Außenseiter zum Sympathieträger. Man fiebert mit ihm, oder identifiziert sich mit ihm.



2. "Für jeden hat es irgendwo einen Platz", lautet der optimistische Leitsatz von Arthur, der Ameise. Wie realitätstauglich ist er?

 

KL/SH: Im Glauben an diesen Satz schafft sich Arthur den nötigen Mut, um auszubrechen. Zudem ist es eine Aufforderung zu Veränderung.

Der Satz hat was. Ob es klappt den Platz zu finden, ist nicht immer garantiert.

3. Stanislas verliebt sich unglücklich in die Seiltänzerin Helena. Wie viel tragischen Unterton verträgt das Kindertheater?

KL/SH: Tragik, Traurigkeit, Gefahr...nichts fasziniert Kinder mehr. Das "Warum" wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen, und das ist gut so.

4. Sie firmieren gemeinsam als Autorinnen des Stückes. Wie muss man sich diese Co-Autorschaft konkret vorstellen?

KL/SH: Zuerst war die Idee der Geschichte, daraus entwickelten wir einen Plot und die Figuren. Der Stücktext entstand durch Improvisationen der einzelnen Szenen während der Probenarbeit. Leuenberger spielte, Heiniger notierte, zusammen brachten wir die Dialoge auf den Punkt.

5. Ihr Stücktext gibt viele Regieanweisungen vor und scheint sehr eng mit der Uraufführung verwoben. Inwiefern ließe sich dieser Text von seiner Erstinszenierung und den Mitteln des Figuren- und Objekttheaters ablösen?

SH: Dies liegt an der Arbeitsweise (siehe Punkt 4). Der Text funktioniert für mich losgelöst vom Figuren-/Objekttheater. Ich sehe das Herausfordernde und Reizvolle darin, dass die Regieanweisungen nur als Anregungen und Verdeutlichung des Inhaltes gelesen werden und daraus eigene Umsetzungsideen und neue Bilder entstehen.

KL: Nichts macht mich neugieriger, als eine andere Inszenierung von "Kleiner Riese Stanislas" zu sehen. Die Regieanweisungen sind nicht verbindlich.

6. Die diesjährigen Mülheimer "KinderStücke" werden erstmals als Wettbewerb ausgerichtet. Wirkt Konkurrenz für die Kunst befruchtend?

KL/SH: Für einen Wettbewerb nominiert zu sein, ist in erster Linie sehr motivierend. Die Konkurrenz ist eigentlich immer da, ob bei einem Wettbewerb, oder sonst in der Theaterlandschaft und grundsätzlich sehr befruchtend und anregend.

KL: Ich möchte nicht nur meine Produktionen sehen.

SH: In der Konkurrenz kann ich auch immer meine eigene künstlerische Arbeit reflektieren – und dies möchte ich, im positiven Sinne, auf keinen Fall missen.

7. Mit welcher Figur aus der Literatur- oder Weltgeschichte würden Sie gern mal ein Bier trinken gehen?

KL: Sehr spontan.... Da würde ich mich auf ein Glas Limonade mit Pippi Langstrumpf freuen. Ich könnte einiges von ihr lernen.

SH: Pippi kommt mir, wenn ich an die Kinderliteratur denke, auch als Erstes in den Sinn. Vor allem ihr 'Ich mache mir die Welt so, wie sie mir gefällt' spricht mir aus dem Herzen. Mit ihr an einem Abend 'unsere' Welt zu kreieren stelle ich mir sehr aufregend und lustvoll vor.


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