Neueste Kommentare

Preisverleihung zum Anhören
Was ist das denn für eine Laudatio, ein richtiger Schimme
Preisverleihung zum Anhören
(...) ok, schimmelpfennig ist also so n total verrückter
Preisverleihung zum Anhören
Toller Service, als wäre man dabei gewesen. Danke!
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Lieber Nis-Momme Stockmann, es mag sein, dass meine Para
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Alle schimpfen und meckern die ganze Zeit. Ich versteh ni
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Sehr geehrter Christian Rakow: "Wenn sie hören, dass St
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Werter Ford Fiesta, eine "Philosophie ohne Modellbildung"
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Sehr geehrter Herr Rakow, bei einer kleinen Kleinigkeit
Ein Überblick zum Tableau der "Stücke"
Lieber Oliver Bukowski, mit dem Verweis auf Felicia Zell
Kommentar zur Jurydebatte
Chöre gehören also in die Kirche? Der Chor ist ja viellei

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Ein Überblick über die Neue Dramatik bei den Mülheimer Theatertagen

Es blüht der Realismus

von Christian Rakow

2. Juni 2010. Ein befreundeter Anwalt hat Roland Schimmelpfennig auf die Idee gebracht, ein Stück über illegale Einwanderer in Deutschland zu verfassen (so war es beim Mülheimer Publikumsgespräch zu hören). Und weil die Brisanz des Themas unmittelbar einleuchte, hat sich der deutsche Erfolgdramatiker auf Recherchetour in ein Abschiebegefängnis begeben, wo Menschen verschiedenster kultureller Herkunft zusammengepfercht sind. Experten des neueren Dokumentartheaters wie Rimini Protokoll oder Hans-Werner Kroesinger hätten dort vermutlich reichhaltiges Material vorgefunden. Der Dramatiker Schimmelpfennig aber, der bis dato nicht unbedingt als Sozialrealist in Erscheinung getreten ist, erkannte bald, dass dieser Stoff sich dramaturgisch "im Allgemeinen verlieren" würde.

Und also hat er sich das Sujet der Illegalität in seinem Goldenen Drachen etwas fasslicher eingerichtet: Alles spielt in vertrauter Umgebung, im allseits beliebten Asia-Schnellimbiss oder beim Gemüsehändler um die Ecke. Und von den hier beschäftigten (bzw. gefangen gehaltenen) Illegalen ist genau zweierlei zu erfahren: Dass man sich als Zwangsprostituierte nach der Freiheit sehnt; und dass eine Zahnerkrankung für einen Hilfskoch ohne Krankenversicherung gefährlich, mitunter gar tödlich ist. Ah ja.

Trend zum Kleinformatigen

Die Einkürzung des komplexen Wirklichkeitszusammenhangs im "Goldenen Drachen" nimmt sich durchaus exemplarisch aus für das Gros der Teilnehmer am Wettbewerb um den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis. Es regiert ein Realismus der kleinen Anzeichen, dessen ökonomische Ausgangsbedingungen Nis-Momme Stockmann in Kein Schiff wird kommen mit bewundernswert selbstkritischer Schärfe diagnostiziert: Ausgiebige Themenarbeit – bei Stockmann etwa zur deutschen Geschichtsschreibung – fällt aus. Man sieht sie, wenngleich mit Unbehagen, besser beim Print- und Fernsehjournalismus aufgehoben. Dem Dramatiker erspart demgegenüber ein Gang mit dem Diktiergerät zum Vater die Milieurecherche. Der kleinstmögliche Bezugsrahmen der Familie ist gerade groß genug. Damit der nicht vollends ohne Repräsentativität bleibt, tönt Geschichte noch als ferner Echoraum, wenn bei Stockmann die Demenzerkrankung der Ossi-Mutter mit der Wendezeit 1989 koinzidiert.

Da Mülheim eine Auswahl des Besten und Repräsentativen unserer Gegenwartsdramatik darzustellen beansprucht, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf diesen Trend zum Kleinformatigen zu werfen. Wie sieht er also aus, dieser Realismus der kleinen Anzeichen, der aus diskursiver Verengung entsteht?

Vier Thesen zur Charakteristik und ein Ausblick auf die Gegenangebote:

1. Die Puzzlearbeit führt uns dorthin, wo wir immer schon sind

Thematische Armut wird durch technische Finessen ausgeglichen. In "Der goldene Drache", aber auch in Dea Lohers Diebe, erleben wir ein ausgeklügeltes Arrangement von schnellen Szenenwechseln, von Short Cuts (wie man seit Robert Altmanns gleichnamigem Film zu sagen pflegt). Deren Reiz kommt im Wesentlichen dem eines Puzzles nahe: Der Zuschauer darf Zeit, Orts- und Personenverhältnisse entschlüsseln und zur Geschichte zusammensetzen, wobei er durchweg aus dem gängigen Weltwissen schöpfen kann (das macht diese Kunst im Kern realistisch). Unerhörte Bildsprünge, Metaphern, fantastische Ereignisse fallen aus.

Es herrscht ein Grundvertrauen in "die Ergänzungsstrategien eines normalen Publikums", wie Bühnenbildner Johannes Schütz beim Publikumsgespräch treffend formulierte. Das Problem ist hierbei weniger, dass die Ergänzungsleistung mit minimalem Zeichenaufwand aktiviert wird. Nein, das Problem ist, dass das durchschnittliche Weltwissen beim Zuschauer lediglich rückbestätigt wird. Es regiert das realistische Klischee: "Hauptsache, die Leute erkennen die Gesellschaft, in der wir leben, wieder", sagte Schimmelpfennig auf dem erwähnten Podium. Nicht ein gedanklicher Widerstand oder eine verfremdete Sichtweise auf Wirklichkeit wird durch diese dramaturgische Puzzletechnik in letzter Instanz ermöglicht, sondern bloße Wiedererkennung. Die Kunst verlegt sich auf einen Zeigegestus, der Phänomene ohne Tiefenstruktur, Ereignisse ohne Hintergründe präsentiert.

Man nehme Dirk Laucke (der mit seinem Jugendstück Stress! Der Rest ist Leben unlängst durchaus bewiesen hat, dass er in soziale Räume wie die des Schulwesens tiefer einzudringen vermag). In "Für alle reicht es nicht" genügt es ihm, Figuren grob anzureißen: Vom Ex-NVA-Panzerfahrer Heiner hören wir, dass seine Ehefrau ihn zu Ostzeiten sitzen ließ und mit der kleinen Tochter über die Grenze floh. Minimale Andeutungen zum Konflikt (sie will rüber machen, weil: Schnauze voll von Pseudosolidarität in der DDR) und seinen Konsequenzen (Heiner wird zum traurigen Loner) reichen hin. Warum? Weil die Geschichte einer solchen Grenzflucht schon x-mal ausgiebiger erzählt wurde? Jedenfalls sehnt man sich an diesem Punkt nach Armin Petras' jüngster Bearbeitung von Dürrenmatts Besuch der alten Dame, die sorgsam die Aporien deutsch-deutscher Grenzgänge und ihrer heutigen Verarbeitungen modelliert. Petras zapft nicht nur außerliterarisches Wissen an, sondern bringt es ästhetisch in Widersprüche und macht dadurch seine Parabel selbst zum Diskussionsgegenstand.

2. Die Sparsamkeit der realistischen Zeichen produziert aufgepumpte Über-Zeichen

Wo die Kontexte schrumpfen, erhalten die verbliebenen Zeichen maximale Reichweite. Wölfe geistern durch die verblühenden Landschaften Ost (Loher, Laucke), um raunend die Umkehr des Zivilisationsprozesses zu symbolisieren. Der Ex-Versicherungsmakler Fin steckt sich in "Diebe" kurz vor seinem Selbstmord ausländische Münzen in den Mund. Jedoch Tauschmittel sind nicht essbar – Dea Lohers zaghafter Fingerzeig auf die Finanzkrise?

In Lauckes Für alle reicht es nicht begegnet uns Flüchtlingsgeschichte in der Blackbox: Zwar bleibt hier einigermaßen unplausibel, zu welchem Zweck die Kleinstganoven Jo und Anna einen zufällig entdeckten LKW voller verschleppter Asiaten ("Fidschis") mitgehen lassen. Aber immerhin steht das Gefährt sauber verschlossen als fette Allegorie des Flüchtlingsthemas in der Landschaft und speist von fern her etwas Globalisierungsbeat ins Stück ein.

Schimmelpfennig findet ein angemessenes Bild für diese Art andeutungsvoller zeichenhafter Distanzierung: Aus einem Flugzeug blicken bei ihm zwei Stewardessen auf ein Flüchtlingsboot – aus 10.000 Metern Höhe. Was man von dort aus sieht (nahezu nichts), kommt in den Dramentext, so scheint es. Der Gewinn liegt in der formalen, bedeutungsreichen Relation: Wir saturierten Europäer nahe dem Himmel, und die da unten nah am Abgrund.

3. Drastik ist der Ausweg aus der Langeweile

Wo Texte sich am Alltagswissen entlang hangeln, wo Metaphern Mangelware sind und Bildsprünge wenn überhaupt, dann in ad hoc Allegorien auftauchen (man denke an Schimmelpfennigs Gleichsetzung der Grille aus der La Fontaine'schen Fabel mit der asiatischen Zwangsprostituierten), da braucht es schroffe Mittel zur Aufmerksamkeitssteigerung. Im "Goldenen Drachen" müssen rabiate Gang-Bang-Fantasien schon deshalb her, damit das Rekapitulieren des Erwartbaren nicht im So-ist-es-bei-mir-auch versandet. Dass eine Stewardess einen blutenden, kariösen Zahn in ihrer Thai-Suppe findet, den sie anschließend etwas unmotiviert in den Mund nimmt, haut in dieselbe Kerbe. Hier geht es einzig um Affektschübe; Intensitätsanker werden ausgeworfen.

Dea Loher darf als Meisterin solcher Drastik gelten: Nicht weniger als einen Selbstmord, einen Kopfschuss für die arbeitslose Freundin eines Polizisten, einen Mordversuch im Wald und eine Ermordung eines Eindringlings im Hause eines Arztpärchens bietet sie auf, um das Leben zu zeigen "wie es so ist" (die Realismusbehauptung fiel beim Publikumsgespräch).

Das Problem ist dabei nicht Drastik an sich. Wer wollte gute Monty-Pythons-Sketche, die stets vom Geschmacklosen leben, schelten; wer möchte Quentin Tarantino, bei dem jüngst Juden als Skalpjäger gegen hitlerdeutsche Soldaten auftraten, verschmähen? Das Problem ist, dass diese realistische Drastik im Bereich des Wahrscheinlichen verharrt, als Mittel der Verwesentlichung: "Schaut her, so bewegend, so erschütternd ist das Leben", will sie sagen. Diese Eigentlichkeitsbehauptung tönt dort, wo sie inflationär auftritt, überaus hohl.

4. Realismus braucht unauffällige Sprache

Bei Schimmelpfennig, Loher, Laucke und Stockmann regiert die Sprache in ihrer referentiellen Funktion. Ein jeder Satz bleibt durchsichtig auf seinen bezeichneten Sachverhalt hin. Gelegentlich gibt es ein Bonmot anzustreichen (bei Laucke und Stockmann öfter, bei den anderen seltener). Wendungen, die zur akribischen Re-Lektüre und zu langwierigen Entzifferungsversuchen einladen, findet man praktisch nicht.

Die experimentellen Gegenangebote

Unter den experimentelleren Mülheim-Texten dieses Jahrgangs zeigt sich Kathrin Rögglas Die Beteiligten am ehesten der realistischen Machart verpflichtet. Reizvoll ist der Grundeinfall, ein anonymes Entführungsopfer (Natascha Kampusch) per Konjunktiverzählen auf das Geschwätz der Leute um es herum blicken zu lassen. Allein Röggla versagt sich, die aufgelesenen Redeblüten vom Aussagegehalt abzulösen, poetisch zu verwandeln und Sprache zum eigenen Material werden zu lassen. Also ist man, nachdem man das Concetto eine Zeitlang würdigt, bald allein gelassen mit einer Amplifikation griffiger Statements, die jedem halbwegs aufmerksamen Zeitungsleser vom Kampusch-Fall hinlänglich bekannt sind.

Eben darin hebt sich Elfriede Jelinek ab, die den Diskursschutt stets zum Ausgangspunkt eigener Verfremdungen nimmt, die auf Wörtern wie auf einem Tsunami surft: "Geld ist nicht alles. Nein, alles ist es nicht, es ist bloß alle." In der chorischen Klageflut ihrer Kontrakte des Kaufmanns geht es tatsächlich weniger um den Aussagegehalt zur Bankenkrise (alles ist schlimm, Banker haben uns durch Rhetorik getäuscht, die Euro-Idee war auch nicht so doll etc.). Es geht um den poetischen, expressiven Mehrwert, den Sprache dann erlangt, wenn man ihren assoziativen Verästelungen nachgeht:

"Was brauchen Sie eine Sicherheit dafür, was brauchen Sie für eine Sicherheit, etwa für sich selbst? Das haben wir Ihnen nicht versprochen, wir haben Ihnen keine Selbstsicherheit versprochen, sondern Mündelsicherheit, aber es ist egal, denn Sie bekommen ja keine von beiden, Sie bekommen keine Sicherheit, weder für das Mündel, das Vormund werden möchte, aber nicht einmal einen richtigen Mund hat, es muß schließlich mit unserem Mund fressen, mit unserem unergründlichen Mund, vom Mund in den Schlund, den keiner ergründen will, er ist ja ebenfalls unergründlich; und das Mündel, das Sie ohnedies nicht haben, braucht also auch nichts, weder für Sie, das Vormündel, noch für sich selbst. Sicherheit brauchen sie vielleicht auf Berggipfeln oder im Straßenverkehr, aber nicht bei uns (...)."

Kunst, die zur Befragung zwingt

In ähnlicher Weise vermag Ewald Palmetshofer von unmittelbar Gemeintem umzustellen auf den Akt der Äußerung, auf die Eigenlogik der Sprache. Eine elliptische, prozessorientierte Poesie hat er entworfen für seine reflexionstrunkenen Stücke. Und es wird gedacht, ja, live ein Denken vorgeführt in seiner "Faust"-Erneuerung, die beim aus den Fugen geratenen Selbst ansetzt. Das ist ja eigentlich auch mal was, dass das Subjekt nicht reaktiv vorgestellt wird, sondern als Verfertiger von Wirklichkeit, und sei es auch ein unzulänglicher Verfertiger. Während man anderswo unentwegt rufen möchte "Ja, das kenne ich, das ist realistisch!", kommt man hier überhaupt in die Zwangslage, Kunst in ihrer Selbstmächtigkeit zu befragen, zu rätseln, nachzudenken.

Es werde wieder mehr an der "fiesen Grenze zum Realismus" gewirtschaftet, formuliert (und frohlockt) Oliver Bukowski in Anlehnung an Felicia Zeller im diesjährigen Dramatiker-Interview auf unserer Seite. Aber war der Realismus je weg, stand er je zur Disposition? Das Bild mag zuletzt stärker relativiert gewesen sein, auch durch die Wirkungsmacht von René Pollesch, den man in diesem Jahr gerade mit Ich schau Dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang als poetisch-finanzkritischen Herausforderer für Elfriede Jelinek schmerzlich vermisst.

Das aktuelle Tableau bildet das Schreiben im weiten Land gut ab. Der Realismus der kleinen Anzeichen gedeiht in voller Pracht. Man wird sehen, ob er auch preisfähig ist.

 

Hier warfen wir einen ersten Blick auf die Auswahl, als Mitte März die Auswahl bekannt gegeben wurde. Außerdem fragten wir die Korrespondenten von nachtkritik.de nach ihren Stück-Entdeckungen aus dem letzten Dramenjahr.

Und so sahen wir das Tableau im letzten Jahr.

Kommentare (8)

03. Juni 2010, 14:06
theater: respekt, christian rakow
endlich mal ein kommentar, der sich kritisch differenziert, mit "dem, was so geschrieben" wird beschäftigt. und der vor allem den trend zum reduzierten, wie sie es nennen, anzeichen-realismus hinterfragt.

viel möchte ich gar nicht hinzufügen, danke.
04. Juni 2010, 06:06
Oliver Bukowski: DAS nenne ich mal ein Diskussionsangebot...
Schön, wenn hier mal eine Debatte auf diesem argumentativem Niveau weitergehen könnte.
Jetzt nur soviel: Alles richtig, auch wenn bspw. die am Rande zitierte Zeller in ihrem "Kaspar Häuser Meer" ja durchaus über komplexitätreduzierte Darreichungen hinauskommt. Inhaltlich - und formal dennoch artifiziell. Ich meine, es gibt also durchaus Gegenanzeichen zur Ihrer "Anzeichendramatik". Arbeiten, die nicht nur Knöchelchen ins Parkett reichen, um dann auf die fleischbildende Erfahrungskompetenz des Zuschauers zu hoffen.
Und die sogenannte Kleinteiligkeit von Texten jenseits gröberer geschichtlicher Zusammenhänge?
Na ja, nicht erst seit Negt/ Kluge ist das wohl immer das Problem mittelbarer oder unmittelbarer Erfahrung. Zu Emotion, Handlungsimpuls und meinetwegen "dramatischer" Entwicklung braucht es die unmittelbare Erfahrung. Das, was man vielleicht so makrosoziologisch "Geschichte" nennen kann, zeigt sich eben verwischt, verzerrt, verkürzt nur in den Stilblüten unmittelbar erfahrbarer Lebenswelten. Komme ich dem Allgemeinen allgemein (und sei es durch Metaphern), wird es womöglich poetisch oder artifiziell, bleibt eben aber nur allgemein. Vielleicht genau deshalb destillieren Laucke und Stockmann und andere ihre Texte aus den für Sie zu engen Intersubjektivitäten von Familien-, Liebes-, Freundschaftsbeziehungen. Das ist dann noch nicht gleich "thematische Armut". Oder - muss es nicht sein.
Und, lieber Herr Rakow, kehrt man Ihre richtigen Beobachtungen ins Positive, also in das Wie-es-sein-sollte, dann Frage: Wünschen Sie sich jetzt ein Theater der sauberern, tiefschürfenden Abarbeitungen? So Gegenstand für Gegenstand? Zeller zum Thema Sozialarbeiterinnen, Laucke zur Situation an den Schulen, Frau X blitzgenau zur Lage des Gebrauchtwagenmarktes, Herr Z tief und umfassend zum Wohl und Wehe der Mitarbeiter der Fingernagelstudios?

Bestimmt nicht. Oder etwa doch?
Egal, vielen Dank für Ihre Analyse.
Oliver Bukowski
05. Juni 2010, 16:06
Christian Rakow,: Antwort an Oliver Bukowski
Lieber Oliver Bukowski,

mit dem Verweis auf Felicia Zeller ist tatsächlich eine Unschärfe in den Tableau-Text gekommen. Ich wollte lediglich die Herkunft Ihres Zitats zur "fiesen Grenze des Realismus" mit angeben. Tatsächlich halte ich Zellers "Kaspar Häuser Meer" in vielfacher Hinsicht für einen der spannendsten Gegenwartstexte der letzten Zeit.

Zellers Innenansicht aus dem Sozialamt ist äußerst genau gearbeitet – übrigens auf Basis von Telefonaten, soweit ich mich an das Publikumsgespräch 2008 in Mülheim erinnere (ich bin mir gar nicht so sicher, ob unmittelbare Erfahrung zur Grundbedingung von Schreiben gehört; Kunst kann sich ja auch problemlos auf zweiter Stufe aus Diskursen speisen, selbst realistische Kunst, wenn ich etwa an Wilhelm Raabe denke).

Zellers Text wird aber in seiner genauen Beschreibung auch exemplarisch. Und zwar bezeichnet er nicht etwa das metaphysisch betrübliche Dasein des Menschen an sich oder den andauernden Kampf der Wolfsmenschen oder anderweitig naturalisierende und unscharfe Seinsbehauptungen. Sondern er wird viel konkreter exemplarisch: für den niedergehenden Beamtenstaat des 19. und 20. Jahrhunderts. Er zeigt Zwangslagen, die entstehen, wenn sich ein System mit maximalem Objektivitäts- und Fürsorgeanspruch ökonomisiert und rationalisiert (mit allen psychischen Folgen, die das für die ArbeiterInnen in diesem System bedeutet).

Diese ebenso präzise wie hinreichend verallgemeinerbare Form der Darstellung macht das Werk weit über den Sozialbereich hinaus anschlussfähig. Und Sie haben völlig Recht: Das gelingt Zeller vor allem dadurch, dass sie ihren Stoff überaus sensibel poetisch durcharbeitet, rhythmisiert, vom bloßen Aussagegehalt ablöst.

Ihre Frage nach positiven Auswegen aus dem Anzeichen-Realismus kann ich kaum beantworten. Die Zeiten der Regelpoetik sind zum Glück vorbei, und Kunst ist wahrscheinlich genau in dem Maße berückend, wie sie die Erwartungen und die Analysekompetenz des Kritikers unterläuft.

Aber ich glaube, dass die Rückgewinnung komplexerer Zeichen- und Wirklichkeitszusammenhänge und mithin ein Mehr an Rechercheleistung und materieller Durchdringung für ein Theater mit Realismusanspruch durchaus hilfreich wäre (so wie es Rimini Protokoll, aber ja auch Kathrin Röggla beherrschen). Die stetig wachsende Arbeitsteilung in der modernen Gesellschaft erfordert Vermittlungsleistungen zwischen den gesellschaftlichen Teilbereichen. Der Rückzug auf den Marktplatz der einfachen Wahrheiten (auch wenn er durch die Ökonomie des freien Schriftstellerberufs natürlich forciert wird) kann nicht der Königsweg für die Kunst sein.

Im Übrigen schätze ich strukturelle Beschreibungen von Wirklichkeit und entsprechend auch den Mut, theoretische Sätze in den eigenen Diskurs einzuflechten, mehr als bloße Phänomenologien, die primär auf Beobachtungssätze bauen (ich denke bei ersterem, wie oben angedeutet, z.B. an Arbeiten von René Pollesch, Ewald Palmetshofer, aber auch PeterLicht). Das soll aber wahrlich kein Dogma sein. Subtil eingerichtete Familiengeschichten mit Wallungswert wie zuletzt Nis-Momme Stockmanns "Der Mann der die Welt aß" haben durchaus ihren Reiz und sollen bitte nicht verschwinden! Sie sollen sich aber auch nicht an vermeintlichen Repräsentativitätsansprüchen überheben. Wenn ich höre, dass Stockmann mit seinem Erstling eine kapitalismuskritische Absicht verfolgt (was immer Kapitalismuskritik hier heißt), dann sehe ich darin eine Überforderung des kleinen Werkes.

Jedenfalls zielt in Mülheim die Frage immer auch auf die bleibenden Repräsentationsleistungen unserer Kultur (das antworte ich dem stets inspirierenden User Stefan, der den obigen Tableau-Text im nachtkritik.de-Forum für etwas überzogen kritisch hält: Je relevanter die Werke, desto kritischer darf/muss man sein). Und nur vor diesem Hintergrund will mir z.B. ein theoretisierendes Stück, das die modernen Arbeitsbedingungen in den neuen Netzwerkformen der Unternehmen mit der Logik des Künstlerberufs zusammen denkt (wie jüngst etwa Polleschs "Mädchen in Uniform") dann doch präziser, diskursfördernder und zeitgemäßer erscheinen als etwa die gern bemühte literarische Unterstellung, dass sich die kapitalistischen "Ausbeutungsverhältnisse" seit Jahrhunderten praktisch nicht verändert haben.
06. Juni 2010, 22:06
alter Ford Fiesta, silbergrau :-): Phänomenologische Anmerkung
Sehr geehrter Herr Rakow,
bei einer kleinen Kleinigkeit in Ihrer Antwort muss ich nun einhaken:
Ihr Einschub der "bloßen Phänomenologien, die primär auf Beobachtungssätze bauen" hat mich etwas zögern lassen.
Ist das nicht eine unzulässige Verkürzung der phänomenologischen Tradition?
Soweit ich mich (mit meinem noch unabgeschlossenen Studium) erinnern kann, kann man die Phänomenologie zwar (und das ist ja auch ihre Stärke) als Philosophie ohne Modell(-bildung) bezeichnen, doch in Ihrem Beitrag klingt es fast nach Philosophie ohne Theorie! Oha!
Ich könnte mir schon vorstellen, dass Pollesch außer Agamben und Benjamin vielleicht auch mal Seel lesen könnte (hätte ja nur nach Mülheim kommen brauchen) und da auch eine strukturelle Beschreibung der Wirklichkeit dabei rauskommen könnte. Oder?
07. Juni 2010, 09:06
Christian Rakow,: Phänomene
Werter Ford Fiesta,
eine "Philosophie ohne Modellbildung" – ja, in der Weise habe ich den Begriff auch kennen gelernt: Phänomenologie als Gegenangebot zur kritischen (Kant-)Tradition, die sich bis in die Diskursanalyse fortsetzt. Aber ich gestehe, dass ich mich in den neuesten Entwicklungen der Phänomenologie, also etwa bei Schmitz oder eben Seel, nicht auskenne. Da will ich wahrlich keine philosophischen Anstrengungen diskreditieren.

In meinem Forumseintrag tritt der Begriff durchaus vulgarisiert auf: Poetische Phänomenologie meint hier nur das Haften an den "Sachen selbst", am isolierten Beobachtungsgegenstand, der ohne paradigmatischen Zusammenhang wahrgenommen und präsentiert wird.
10. Juni 2010, 11:06
Nis-Momme Stockmann: Zur autoriellen Intention - Teil 1
Sehr geehrter Christian Rakow:

"Wenn sie hören, dass Stockmann damit eine kapitalsmuskritische Absicht verfolgt, dann sehen sie darin eine Überfrachtung des kleinen Werkes" -

Wo sie davon gehört haben, müssen sie mir schreiben.

Mir ging es in dem „Mann der die Welt aß“ darum, die Transkription des merkantilen Habitus in mikrosoziale Bereiche, den Raum der Familie und den der Sprache zu beschreiben – und aus dem Kanon unserer kulturellen Denk- und Handlungsmustern, die sich vom Kapitalismus herleiten wieder einen Skandal zu machen (es ist immer ein wenig putzig wenn sich ein Autor zu seinem Text erklärt und man sollte das eigentlich vermeiden – da mir an dieser kleinen Richtigstellung aber schon viel liegt: Drauf geschissen).

Und ich habe nie etwas anderes darüber gesagt. Durch den Medienwolf gedreht ist am anderen Ende dann eine plumpe „Kapitalismuskritik“ dabei herausgekommen, die Sie jetzt ihrerseits auch etwas plump übernehmen und zu einem Paradefall der Repräsentativitätsanspruchs naturalistischerer Dramentexte zu ernennen.
Das finde ich etwas dahergesagt.

Ich erkenne ihre Vorliebe für Pollesch und Palmetshofer und den „akademischen Impact“ auf ihre Arbeit und teile sie.
Eine der hervorragendsten Eigenschaften der Post-postmoderne ist allerdings, wie auch Luhman formuliert, das unbeschadete Koexistieren aller Strömungen und Strukturen. Deswegen ist das Ausweisen von literarischen Tendenzen auch immer eine Spur albern und so subjektiv wie das persönliche Empfinden zu einem Dramenjahr (und ganz ganz vielleicht bezieht sie auch – zumindest punktuell ein bisschen Kraft aus einer Selbstdarstellung).

Das Gute: Es braucht keine Tendenzen. Die Zeit der Notwendigkeit nach Tendenzen ist vorrüber. Alles darf, nichts muss. Deckel drauf.

Was es aber schon braucht sind Autoren mit Anliegen. Wie sich diese Anliegen (seien es nun die Polleschen Kakophonien von Wirklichkeit und Wahrnehmung, Jelineks polysemantischer Sermon (der fast eine ganze Demographie ist) oder eben Lauckes sehr irdische Sphären) nun auch formal ihren Weg bahnen.
Es ist etwas quadratisch darüber katalogisch und kategorisch zu bestimmen, denn eine Sache sollte bei dieser ganzen Diskussion darüber was ein gutes Stück macht (und bei der ganzen Erhitzung warum dieses Stück es nicht, andere es aber schon verdient hätten etc.) nicht vergessen werden: meine Mutter hat es immer gesagt, es klingt eine Spur plump, ist aber im Grunde sehr weise:
Der eine so, der andere so.
Ich bin sehr froh über die Vielfalt der deutschen Dramatik. Ich selbst versuche mir eine gewisse stilistische und formale Beweglichkeit zu erhalten und bin für jeden reproduktiven Aspekt meiner Arbeit traurig.
Die Kräfte der Anliegen sorgen für eine gute Durchmischung der dramatischen Landschaft. Anders als viele Andere sehe ich kein Problem mit der deutschsprachigen Dramatik – solange es so ist, dass die Anliegen die Stücke gebären dürfen (und nicht die Produktionsmuster in erster Linie).
Jeder der ein Problem mit der deutschprachigen Dramatik hat – darf aufstehen und ist frei ein eigenes Stück schreiben zu, das er besser und geeigneter findet. Und das passiert auch ständig. Ich find dieses doof, andere jenes. Es wird soviel geschrieben und es ist für jeden was dabei –

Der eine so, der andere so. Sie halt ein bisschen mehr Palmetshofer und ein bisschen weniger Schimmelpfennig.
Katja Lange Müller ein bisschen weniger Palmetshofer und ein bisschen mehr Schimmelpfennig, und so jeder wie er kann und soll (Wie de Burn secht).
Und nur weil auf dem Tableau der Mülheimer Dramatikertage nicht vertreten heißt noch lange nicht in der reichen deutschen Theaterlandschaft nicht vertreten (in der so gut wie alles vertreten ist). Es gibt von allem genug, für alle genug und für jeden die Möglichkeit mitzumischen. Es gibt viele unterschiedliche Anliegen und Begierden – und genau so viele formale und stilistische Vorschläge gibt es.
10. Juni 2010, 11:06
Nis-Momme Stockmann: Zur autoriellen Intention - Teil 2
Alle schimpfen und meckern die ganze Zeit. Ich versteh nicht warum. Dann kann man doch auch einfach nicht mehr hingehen. Geht ja nicht die Welt von unter wenn mal ein Stück gewinnt das man scheiße findet, oder der Abend nicht so gut war wie erhofft, oder man überhaupt von Theaterdeutschland und unserer Theaterkultur enttäuscht ist, dann setzt man sich halt mit Politik auseinander oder widmet sich dadaistischer Malerei. Und die große Rettung des wirklich engagierten Menschen (der nicht nur einen Kanal für andere Energien sucht) ist es ja selbst einen Unterschied zu machen.

Und welches Anliegen meine Arbeit beseelt – im Falle des „Mannes“ die Speerspitzen wettbewerbs- und progressorientierter Sozialisierung, die sich ins absolut Gewöhnliche redundiert haben, ein Stück weit wieder als Skandal zu präsentieren – ist, und das habe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge festgestellt, für die Rezeption des Textes nur unwesentlich von Bedeutung. (Warum auch). Nur bis zum nächsten Journalisten der es ursprünglich von DPA oder anderem Dienst in zweiter oder dritter Hand prominent und im Falle des Internets, auf ewig eingemeißelt, in die öffentliche Meinung trägt.

Wie groß oder klein ein Werk, wie viel Projektionskraft es hat, das liegt immernoch da wo es hingehört: beim Individuum. Es gibt Menschen denen gibt Pollesch Null (ich vergöttere ihn) und sind dafür wie umgestürzt wenn sie bei Schimmelpfennig rauskommen. Beide Positionen soll es geben, beide sind wichtig. Es ist etwas eigenartig davon zu schreiben, dass man das eine super, das andere nicht so gut findet. Weil entweder befolgt man damit eine Programmatik (die ich in Bezug auf die Diversität der Dramenlandschaft tatsächlich problematisch fände) oder man will einfach nur mal sagen, was man persönlich super findet und was nicht so.
Und ihrem persönlichen Geschmack die Besprechung eines Tableaus zu widmen ist gut (ob es journalistisch ist, damit brauch ich mich nicht zu beschäftigen), problematisch wird es dann, wenn sie den Schritt vom persönlichen ins Universelle gehen und auf den dankbaren Schwingen journalistischer Kompetenz den Samba zugunsten des Salsa verteufeln.
Mein eigentliches Anliegen:
Bitte versuchen Sie etwas reflektierter zu sein mit der Proklamation autorieller Intentionen (und dem evokativen Formulieren ohnehin). Das hermeneutische Potential (auf dessen Rücken Meinungsbilder entstehen) kann sich, wie die Vergangenheit und das unglaublich überholte Medium Internet (und seine Portale) gezeigt haben – ins Problematische multiplizieren. Und in der Summe kommen die verrücktesten Dinge heraus, werden geschrieben und gemeint (und ihr Forum gibt diesen Aussagen einen seriösen Touch - der oben meistens stimmt, unten nicht immer – auch wenn ich, wie sie wissen die Idee ihrer offenen Diskussionkultur liebe und mittrage) ...

Und am Ende steht man als dieses oder jenes da. Ich fände es nicht so schön als Theaterautor in klassischer szenisch-dialogischer Tradition verstanden zu werden (das werden sie verstehen, wenn sie meine neuere Arbeit betrachten). Ich finde es auch nicht schön wenn die klassiche szenisch-dialogische Tradition madig gemacht oder degradiert wird. Der Realismus ist weder obszön noch schrecklich. Er ist da, und einige Anliegen benötigen ihn. Und zu guter Letzt: ich finde es auch nicht so schön, wenn meine Intentionen falsch zitiert werden.

Davon abgesehen: Ihre tieffassende Auseinandersetzung mit den Texten in Mülheim und auf dieser Seite finde ich großartig - subtil, ernst, fürsorglich und voller Liebe für das Theater und ihre Texte.
Chapeau und vielen Dank.

Nis-Momme Stockmann
11. Juni 2010, 09:06
Christian Rakow.: Antwort an Nis-Momme Stockmann
Lieber Nis-Momme Stockmann,

es mag sein, dass meine Paraphrase "kapitalismuskritische Absicht" etwas grobschlächtig ist. Ich beziehe mich da auf ein Zitat von Ihnen bei Franz Wille (Theater heute):

"Ich kritisiere und beschreibe, wie das kapitalistische Denken in alle Dimensionen des Alltags Einzug erhält, wie es den intimen Bereich der Familie durchströmt und Verhaltensweisen manifestiert, die wir als normal wahrnehmen, im Grunde genommen aber unmenschlich sind."

Das Wort "unmenschlich" scheint auf eine kritische Haltung zu deuten, daher "Kapitalismuskritik". Und Ihre Absicht, den "merkantilen Habitus" im Sozialen vorzuführen, sehe ich, ehrlich gesagt, im "Mann der die Welt aß" nicht, da hätte es m. E. mehr dementsprechende Metaphorik benötigt und Szenen, die die kapitalistische Logik des Privaten (Neuheit muss sein, Männer/Frauen werden wie Produkte abgelegt etc.) durchspielen. Das habe ich bis dato bei der Lektüre des Textes nicht erkennen können.

Trotzdem war mir wichtig zu sagen, dass ich es einen reizvollen Text finde (den ich gerade im Magdeburg-Porträt in "Theater heute" auch hervorhebe). Ich finde nicht anders als Sie, dass verschiedene Dramenformen nebeneinander bestehen sollten. Dennoch muss man gelegentlich auch andeuten, wo man die treibenden, aufrüttelnden, stark diskutablen Werke einer Kultur aufzuspüren meint. Das gehört zur Fairness des Kritikerberufs, den Standort klar zu machen und nicht nur geschmäcklerisch zu urteilen. Bewerten, Differenzen aufzeigen in der großen Vielfalt, Maßstäbe mitbilden – das ist nun einmal die Aufgabe von Kritik. Und wenn nicht in Mülheim, wo sollten dann diese Fragen gestellt werden?

In einem halte ich die aktuelle Entwicklung wirklich für problematisch: im (ökonomisch forcierten) Zwang, kleine Zeichen zu produzieren, die allenfalls raunend auf exemplarische Zusammenhänge verweisen. Das degradiert Kunst auf Dauer zum x-beliebigem, ephemeren Gebrauchsgut, zu dem man "Ja, so isses" sagt und anschließend lieber überlegt, zu welchem Italiener man jetzt essen gehen möchte.

Und wenn ich dann bei der Abschlussdiskussion in Mülheim höre, dass man diese kleinteilige pop-up Machart für einen neuen Schub an Politisierung, für eine neue Form von "Gewicht" in der Gegenwartsdramatik nimmt, dann hört genau dort mein Relativismus auf. Nein, Politik heißt, Zusammenhänge denken zu wollen, und nicht allein Fragmente von Bedeutsamkeit anzureißen. Und das können im Übrigen auch realistische Werke, da gebe ich Oliver Bukowski Recht. Diskursfestigkeit ist nicht allein dem "Diskurstheater" vorbehalten.

Kommentar schreiben

kleiner | groesser

busy